Nein, eigentlich nicht. Je länger die Strecke / Belastungsdauer, um so wahrscheinlicher ist sogar ein nachteiliger Effekt zu erwarten. Die Belastung an sich führt (besonders wenn man schon fit ist) nicht zu einer Verbesserung der Schnelligkeit.
“Schnelligkeit” unterliegt zudem, neben der Leistungsfähigkeit des Muskels, weiteren Faktoren, die im Zuge eines Lauftrainings nicht ausreichend oder garnicht verbessert werden, z.B.:
- Handlungsschnelligkeit
- Bewegungschnelligkeit
- Reaktionsfähigkeit
Außerdem ist die Belastung zu einseitig. Speziell für schnelle Fußstöße / Fußtritte ist ein reines Lauftraining nicht ausreichend, erforderliche Muskelgruppen und deren koordiniertes Zusammenspiel werden nicht trainiert.
Schnelle Beine, schnelle Techniken – das erfordert ein spezielles Training. Zahlreiche Trainingstheorien in anderen Sportarten bauen hier auf neueste sportwissenschaftliche Erkenntnisse, das Angebot an entsprechender Literatur ist groß. Leichtathletik, Fußball, Badminton – hier spielt Schnelligkeitstraining schon immer eine große Rolle. In den traditionellen Kampfkunstsystemen gibt es ebenfalls entsprchende Trainingsmethoden.
Das Angebot an geeigneter empfehlenswerter Literatur für Karateka / Budokas ist jedoch überschaubar.
In meinem Bücherregal stehen:
- Fitness für Kampfsportler, Christopf Delp, pietsch Verlag
- Krafttraining für Kung Fu und Karate, Eberhard Schneider, Wu Shu Verlag
Mein absoluter Favorit ist jedoch:
- Schnelligkeisttraining für Kampfsportler, Dr. Jürgen Fritzschedas Buch ist ein Muss für jeden Karateka …mehr zum Buch lesen
Andreas Sturm
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