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Karate Bücher
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Karate Bücher
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Dienstag, 20. Dezember 2011 17:44 |
Angenehm überrascht
Wow, das habe ich jetzt nicht erwartet: Dieses Buch ist überraschend. Es behandelt die Shoto Nijukun, die zwanzig Leitsätze des Shotokan und überführt diese in die Gegenwart, aus Sicht karatetypischer Anforderungen ebenso wie aus der Betrachtung alltäglicher Situationen. Ein Ratgeber für die Persönlichkeitsentwicklung
Und dabei ist es wirklich "neu". Es wirkt wie eine Mischung aus Büchern wie "Shaolin - Du musst nicht kämpfen um zu siegen", "Erfolgsfaktor Paradoxie" und "Jeden Tag etwas Neues tun".
Ein Beispiel, erster Leitsatz:
"Der Weg des Karate beginnt und endet mit Respekt"
Es erfolgt eine Erläuterung in Bezug auf Karate, geschichtliche Entwicklung und Verhalten im Dojo, um dann mit drei Übungen aufzuwarten, die zunächst eher merkwürdig wirken, dem Verständnis der Leitsätze in hohem Maße dienlich sind und dem Konzept folgen, anders zu sein:
- ein Tagesrückblick auf Begegnungen mit anderen Menschen
- die Einteilung von Beziehungen nach den fünf konfuzianischen Beziehungen
- Riten und Kultur betrachten um Normen und Regeln zu erkennen
Die Übungen werden detailliert beschrieben und sind gut nachzuvollziehen. Solche Herleitungen und Übungen gefallen mir persönlich sehr gut, da man die Pfade des Bekannten verlässt, flexibel und anpassungsfähig sein muss. Es gehört Mut dazu, unkonventionelle Ideen zu verfolgen, aber man gibt sich die Chance, tatsächlich Neues zu erleben, man erhält die Möglichkeit, bisher unbekannte Perspektiven einzunehmen.
Karate kommt nicht zu kurz Sind die Leitsätze auf karatetypische Anforderungen passend, z.B. "die Kata muss korrekt ausgeführt werden" ...., werden die Übungen spezifischer; zu diesem Leitsatz gibt es dann z.B. 8 spezielle Kata Übungsempfehlungen.
Die Erklärungen zu den Leitsätzen sind ausführlich und informativ. Zu jedem Leitsatz werden Texte aus dem Asiatischen dem Christentum und anderen Quellen angeführt, die sich thematisch anlehnen. Ein reicher Fundus an Ideen
Die Übungen bedienen sich der Retrospektive, behandeln Amtemübungen, Konzentrationsübungen, beschäftigen sich mit dem Thema Zeitmanagement u. v. m. Andere Trainingshinweise helfen die Karate Kenntnisse zu vertiefen, durch z.B. durch Bezug auf Waffentraining, Standübungen, Kata Variationen.
In einer jeweils kurzen Betrachtung geht das Buch auf das Herzsutra, den Text "das große Lernen" und die japanische Schrift ein. Außerdem enthält es einen Exkurs in das Thema der Meditation.
Das Buch wird seinem Titel gerecht, betreibt der Autor die Aufarbeitung der Shoto Nijukun doch weit über Karate hinaus, es ist ein Arbeitsbuch, die Übungen sind viel zu wertvoll um nur darüber zu lesen, vielmehr wird man zum Ausprobieren eingeladen. Empfehlen möchte ich das Buch dem Fortgeschrittenen, der im Karate bzw. den Kampfkünsten mehr sucht als die Entwicklung sportmotorischer Fähigkeiten.
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Aktualisiert am Dienstag, 20. Dezember 2011 18:17 |
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Karate Bücher
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Dienstag, 05. Juli 2011 18:31 |
Unauffällig kommt es von Außen daher So ein bisschen wirkt es wie ein Sachbuch aus
den 1990ern.
Aber Karate von A - Z von Herbert Velte hat es in sich. Nicht nur die Fülle an
Informationen stimmt, auch Struktur und Lesbarkeit sind von bemerkenswerter
Qualität.
Schon beim ersten Querlesen bleibt man immer wieder hängen, da, trotz meiner
Erwartung, mehr als nur Begriffe zu finden sind. Das Bildmaterial ist von sehr
guter Qualität. Ergänzend finden sich Zeichnungen, schematische Darstellungen
und Tabellen.
Regelmäßig werden Karate Zitate und Weisheiten eingestreut, die das Lexikon
lesbar machen. Sie bilden kleine Inseln der Ruhe und regen zum Nachdenken an,
bevor man sich weiter auf die Suche nach Informationen macht.
Ein entspannter Autor
Was mir besonders gefällt, dass man nicht zu Beginn eine gebetsmühlenartige "Litanei" obskurer Überzeugungen ertragen muss. Nach einer kurzen Einführung
in sprachliche Grundlagen folgt ohne Umschweife das Lexikon. Kompliment!
Neben der Erklärung eines Begriffes wird in angenehmer Weise häufig auf Karate
und z.B. dessen Ethik Bezug genommen:
Zitat:
„Boryoku: Gewalt …. die der Karateka vermeiden und gegen die er mit
rechtmäßigen Mitteln ankämpfen sollte ….“
Oder es erfolgt eine Herleitung Karate relevanter Begriffe:
Zitat:
„Bu-Jutsu: Oberbegriff für alle japanischen Kampf- und Kriegskünste …
Aus dem Karate-Jutsu entwickelte sich das Karatedo“
Das Buch bietet also weit mehr, als schnöde Übersetzungen. Es umfasst mehr als den Sprachraum des Karate. Spirituelle und religiöse Begriffe
sind ebenso vorhanden wie alltägliche. Wenige Historische Angaben ergänzen
an relevanten Stellen den Charakter eines Karate Kompendium. Auch Personen werden benannt und die Texte zu den einzelnen Begriffen sind ausführlich.
Und zu schmunzeln gibt es auch
Sogar Chuck Norris und Bruce Lee sind zu finden, amüsant, ich war nur froh, dass
mir Steven Seagal nicht auch noch „über den Weg gelaufen ist“.
Fazit
Für den Anfänger bietet es zu viele Informationen. Für den Fortgeschrittenen und im
Besonderen für Trainer und Dojoleiter ist es ein unbezahlbarer Fundus an Erklärungen. Was mir an einer neuen Auflage gefallen würde Um dem Anfänger einen Leitfaden zur Orientierung zu vermitteln, sollten die wichtigsten Begriffe aus dem Karate gekennzeichnte sein und wenn Tags (also Schlagworte) den Weg ins Buch finden wäre das faszinierend. Das Buch Kampfsportwissen, Karate von A-Z von Herbert Velte ist erschienen im Verlag
pietsch, es ist im
Internet-Buchhandel oder
über die ISBN bei jedem Buchhändler zu bestellen. Karate von A-Z: Kampfsportwissen
ISBN-10: 3613506092 ISBN-13: 978-3613506091 |
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Aktualisiert am Mittwoch, 06. Juli 2011 13:54 |
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Karate Bücher
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Sontag, 27. Februar 2011 12:23 |
Karate über den Kampf
Vorweg: Das Buch ist richtig gut und wer in seinen Trainingsalltag, oder sein
Dojo frischen Wind bringen will, der sollte einen intensiven Blick wagen.
Besonders gefällt mir, daß der Autor dem Shotokan treu geblieben ist, obwohl er
in anderen Karate Stilen, Kampfkünsten bzw. Kampfsportarten Vorteile bei Lehrmethoden
und der daraus resultierenden Effektivität gesehen und gelernt hat. Diese transferiert
er nun in die Shotokan Welt.
Beim lesen könnte man zunächst rot werden: Im Karate geht es um Kampf und das
Ziel sollte sein, diesen zu gewinnen - geht man wirklich aus diesem Grund
regelmäßig zum Training?
Ist man Karateka oder "Budo-Tänzer"?
Hart gegen sich und andere sein, Kampfgeist haben und kämpfen können - das Buch
legt den Finger in eine Wunde des modernen Karate, hilft aber auch bei der Heilung:
Die meisten Karateka sind keine Kämpfer, sie sind Techniker.
Aber im Kampf ist, Zitat "Technik der unbedeutendste Teil". Da man kämpft, wie man
trainiert, sind viele Karateka nicht in der Lage wirklich zu kämpfen um zu siegen.
So sieht es der Autor und es stimmt wahrscheinlich auch. Das Buch bietet mit seiner
Fülle dem ambitionierten Karateka und jedem Trainer einen reichen Fundus gegen
die Versportlichung: Zurück zum Kontakttraining - die einzig gute Vorbereitung
für einen Kampf.
Man liest zwischen den Zeilen aber auch eine andere Wahrheit:
Karate ist unter dieser Perspektive keine Erfindung für den bundesdeutschen Breitensport.
Wenn das eigentliche Ziel des Karate die "Ausschaltung" oder "Tötung" des Gegners im
Kampf ist, dürfte der Raum in einer Gesellschaft wie unserer recht eng bemessen
sein.
Der Ursprung des Karate, eine martialisch geprägte Gesellschaft die einen häufig
in die Situation der Verteidigung des eigenen Lebens drängt, findet sich in unseren
Breitengraden und diesen Zeiten weniger, auch wenn die Medien Gewalttaten in unmittelbare
Nähe Rücken.
Die Tage des Ikken Hissatsu - Töten mit einem Schlag - sind vorbei!
Doch mit welcher Konsequenz trainiert man, wo setzt man das Ziel? "Training for the
test" ist ein gesellschaftliches Phänomen, das auch vor Gürtelprüfungen nicht Halt macht
und sportlicher Erfolg wird durch Reglements bestimmt. Doch, haben wir das Ziel aus
den Augen verloren?
Reine Geisteshaltung oder Waffe
Was mir am Shotokan-Karate persönlich am besten gefällt: Zwischen diesen beiden Extremen
ist in vielen Dojos Platz für einen individuellen Weg - und das ist auch das
Erfolgsgeheimnis in der breiten Masse: Toleranz.
Boxen, Kickboxen, Kyukushin - das Training ist kontaktbehaftet, das Ziel ist der
Kampf - das schreckt viele ab, die Systeme sind nicht tolerant - wer schwächer ist liegt später am Boden.
Ein Messer das nicht schneiden kann
Doch wer Karate mit dem Fokus trainiert nicht zu treffen, wer im Karate nicht trifft
und nicht getroffen wird, kann weder eine ausgeprägte Geisteshaltung noch eine Waffe
prägen. Wer nicht weiß, wie weit eine Technik reicht, was sie an Wirkung entfalten
kann, weiß sich weder davor zu schützen, noch sie zielgerichtet einzusetzen.
Das Buch vermittelt Trainingsmethoden um genau diese Fähigkeiten zu erlernen Die
direkte und spürbare Rückmeldung einer Technik am Makiwara, Sandsack oder
Trainingspartner dient dabei als Grundlage der Verinnerlichung und Perfektionierung
zielgerichteter Techniken.
Aussagekräftiges Bildmaterial und Text stehen in gutem Verhältnis. Das Buch eignet
sich als Praxisleitfaden für die Erstellung eines Trainingsplanes und durch seine
interessanten Hintergrundinformationen auch als leichte Lektüre. Der Fokus ist ganz eindeutig, obwohl der Titel zunächst anderes vermuten lässt, die Praxis - nicht die Theorie.
Der Schatz des Buches "Karate -Über den Kampf"
Der wahre Schatz des Buches sind schätzungsweise 150 Seiten detailliert beschriebene
und bebilderte Übungs- Trainings- und Lernmethoden rund um das Thema "Kontakttraining im Karate",
die durch weitere Seiten ergänzend mit wichtigen Hintergrundinformationen
verständlich und leicht nachvollziehbar präsentiert werden.
Dabei kommen Makiwara, Sandsack, Pratzen und Partnerübungen in unterschiedlichen Formen zum Einsatz.
Die vorgestellten Trainingsmethoden findet man zum Teil nur selten in deutschen Shotokan-Karate-Dojos.
Das Makiwara
Als historisches und für das Karate häufig als essentiell angeshenes Trainigsgerät
widmet der Autor dem Makiwara ein gut dosiertes Mehr an Aufmerksamkeit. Aufbau,
Grundlagen und Gefahren werden ebenso betrachtet, wie die Verwendung im Detail.
Besonders die Trennung des komplexen Vorganges "Training am Makiwara" hat mir sehr
gut gefallen. Der Autor berücksichtigt dabei:
- Aufbau eines Makiwra
- Gründe für ein Makiwara Training
- Gefahren beim Umgang
- die Verwendung als Trainingsgerät
- Phasen
- Haltung
- Körpereinsatz
- Atmung
- Blick
- Mentale Einstellung
- Struktur und Ziele des Trainings
- Karatetechniken am Makiwara
Die zahlreichen Techniken am Makiware werden dann um den außergewöhnlich großen
Fundus an anderen Trainingsgeräten und Szenarien bereichert, immer im Fokus die
Techniken des Karate. Der Sandsack
- Techniken und Trainingsaufbau für Wettkämpfer und Nichtwettkämpfer
Pratzen
- Techniken an unterschiedlichen Pratzenformen mit und ohne Partner
- Gruppenübungen mit Pratzen
Kumite
- Freikampf
- Kumite - Techniken und Kombinationen konditionieren
- Zahlreiche Übungen mit einem oder mehr Partnern
Nahkampf Was im Training vermittelt und erlernt wurde, sollte im Nahkampf erprobt werden.
Ergänzend werden Kraftübungen gezeigt, die sich in jedes Training integrieren lassen.
Ziel des Buches
Das Buch soll über die Vermittlung geeigneter Trainingsmethoden helfen
kampfentscheidende, schlagkräftige Techniken zu erlernen. Durch den geforderten Kontakt
soll eine realistische Erfahrung erreicht werden, welches zuletzt zu einem überlegenen
Kampfgeist führen soll - eben Karate.
Die Schlagkraft stärken - Nur Techniken gegen einen Widerstand führen zu effektiven Techniken - die Quintessenz des Buches
Kaufen sollte das Buch der ambitionierte, fortgeschrittene Karateka der kämpfen,
oder sich kämpferisch weiterentwickeln möchte und keine entsprechenden Kenntnisse im
eigenen Dojo erworben hat. Darüber hinaus ist jedem Trainer das Buch ans
Herz gelegt, denn es vermittelt über die dargestellten Trainingsmethoden einen großen Teil der
Karate Faszination, welche sich auch auf die eigenen Schüler übertragen wird.
Das Buch Karate - Über den Kampf von Michael Ehrenreich ist erschienen im Verlag: Schlatt Books es ist über die ISBN bei jedem Buchhändler oder direkt beim Verlag zu
bestellen. Karate-Über den Kampf
ISBN-13: 978-3-937745-26-8 |
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Aktualisiert am Sontag, 27. Februar 2011 13:38 |
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Studien Arbeiten
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Montag, 14. Februar 2011 00:26 |
Nichts Für Anfänger Und das ist als Kompliment zu verstehen. Es gehört jedoch eine mächtige Portion Ausdauer und Interesse dazu, um dem Buch aufmerksam zu folgen. Wer denn in das Buch einsteigt, macht sich auf eine Reise durch die Geschichte des Shotokan Karate. Der Autor übersetzt dabei Original-Texte aus dem Japanischen und verhilft so manches Mißverständnis aufzulösen.
Mehr als Karate Wer sich zudem für Japanisch als Sprache interessiert, erhält einen guten Einblick in die Komplexität der Übersetzung und wird angeregt, die ein oder andere Phrase aus dem Karate-Umfeld zu hinterfragen. Was den Karateka der Vergangenheit beschäftigt hat Beschäftigt ihn heute auch noch und so werden im Buch nicht nur Fragen und Analysen aus der Vergangheit aufgegriffen. Der Autor lädt auch ein, seinen eigenen Analysen und Betrachtungen zu folgen. Ich bin noch nicht durch Bleibe aber am Ball und spreche hiermit meine Empfehlung aus für: »Shōtōkan - überlieferte Texte & historische Untersuchungen«von Henning Wittwer zu beziehen über die Gibukai.de ...eine vollständige Beurteilung mit mehr Details aus dem Inhalt folgt in Kürze.
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Aktualisiert am Montag, 14. Februar 2011 00:49 |
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Karate Bücher
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Mittwoch, 14. Juli 2010 10:07 |
Das Buch gefällt mir schon nach dem Vorwort Warum? Es trifft in allen Punkten meine persönliche Vorstellung bezüglich Shotokan Karate und seinen Prinzipien.
Der Satz "Gleichwohl kann es (Anm. das Buch) das intensive Training nicht ersetzen" ist für mich Karate: Körpergefühl und Bewusstsein entstehen aus Bewegung.
Wer die Möglichkeit hat, sollte zumindest das Vorwort lesen, denn hier steht, was das Wesen des Trainingssystems ausmacht, warum man sich mit ständiger Wiederholung abmüht, nicht gleich aufs Ganze geht und wie man mit seinem Trainingspartner umzugehen hat! Die Philosopie des Karate wird aufgegriffen und obwohl hier keine neuen Erkenntnisse vermittelt werden, erfolgt das in einer Art und Weise, daß auch der Anfänger versteht worum es geht.
Das Buch liest sich im Gesamten sehr angenehm. Keine Phrasen, keine unnötigen Wiederholungen und eine plastische (greif- und begreif-bare) Ausdrucksweise. Obwohl sie sehr gut sind, ermüden manche Bücher und fordern zur Lesepause auf, "Shotokan Karate Kumite" ist da eher das leichte Sahnetörtchen: Macht Lust auf mehr.
Die „Geschichte des Karate“ lädt zwar teilweise zum "streiten" ein, ist aber in Ordnung und es ist schön zu erfahren, wann, warum und durch wen welche Kumiteform entstanden ist.
Das Buch ist ordentlich, umfangreich und qualitativ hochwertig bebildert. Das Verhältnis Bild zu Text ist optimal. Da es mit Grundlagen und Vorübungsformen beginnt, ist der Inhalt auch für Anfänger geeignet, er sollte nur nicht zu schnell die hinteren Kapitel angehen, der Schwerpunkt muss für Anfänger auf der Basis liegen.
Der Trainer erhält mit dem Buch einen sehr guten Leitfaden zu einer gelungenen Didaktik, die kein Element vergessen lässt.
Eine klare Struktur, die stets beibehalten wird, macht das Durcharbeiten einzelner Kapitel und Abschnitte leicht:
- theoretische Erklärung
- bebilderte Anleitung
- dann ggf. Ergänzung
Kumite und Freikampf
Obwohl alle Aspekte einer korrekten Durchführung berücksichtigt und sehr gut dargestellt werden, wird deutlich: Komplexe Bewegungsabläufe in Wort und Bild zu erklären ist schwer. Besser habe ich es noch nicht gelesen, aber das Medium "bewegtes Bild" hat es hier deutlich einfacher und eine praktische Anleitung im Training ist natürlich haushoch überlegen.
Es fehlen Darstellungen von Teilbewegungen im Bewegungsablauf, diese wären besonders für Anfänger hilfreich (z. B. Ausholbewegung, richtiges Vorgehen), wobei anzumerken ist: Kihon / Grundschule ist nicht der Fokus des Buches, ergänzt man entsprechendes Material, ist man bestens aufgestellt.
Die Darstellung zahlreicher Variationen zeigt auch dem erfahrenen Karateka neue Möglichkeiten auf.
Mit den „Übungen zum Freikampf“ wird der Grundstein für Bewegungsmuster gelegt und es wird klar, dass die Beherrschung der Grundformen nicht zum freien Kampf befähigt sondern nur das Fundament darstellt, um den freien Kampf erlernen und erarbeiten zu können.
Alle Aspekte werden im Detail, wenn erforderlich sogar an einer einzelnen Technik / Form (Abwehrverhalten mit der offenen Hand) berücksichtigt.
Wettkampfkumite
Was zählt im Wettkampf, wie punktet man, was ist verboten. Nach diesem Kapitel weiß man bescheid. Wettkampf- und Wertungssysteme und deren Auswirkung auf das Kampfverhalten werden verglichen.
Weitere ausführlich behandelte Punkte:
- die richtige Haltung
- wie man sich bewegt
- Kontrolle, Timing, Distanz
- Grundlagen und Übungen
- Abwehr und Konter
- Angriff
- Finte
- Kombinationen und Techniken (sehr cool)
- mittlere und große Distanz
- ergänzende Informnationen
- Einsatz von Trainingsgeräten
Die "Techniken aus kurzer Distanz" sind für Shotokan Karateka ein besonderes Schmankerl. Eher untypisch und im Training häufig vernachlässigt, sind sie für einen echten Kampf und realistische Selbstverteidigung elementar. Auch für die Aufarbeitung der Kata im Bunkai sind sie lesenswert.
Einzig "Taktik, Kampfgeist und Psychologie" war mir zu schwach, auch wenn man mit diesem Thema ein eigenes Buch füllen kann, hier muss mehr rein. Ein Kampf wird schließlich nicht durch die bessere Technik gewonnen und wer die beherrscht, hat dann die wirklich schweren Aufgaben vor sich: Erkennen, intuitiv reagieren, Gegner und seine Techniken einschätzen, sich selbst besiegen, aus dem Käfig des bisher Erlernten ausbrechen.
Mein Fazit:
Das Buch gehört in den Trainingsraum, die Übungen wollen durchgeführt werden. Für Aufbau und Struktur gebe ich "10 von 10" Punkten, schön ist auch das kleine Glossar am Ende des Buches, Details, die einfach Spaß machen.
Empfehlen würde ich das Buch frühestens ab 6. Kyu, in dieser Phase sollte man verstanden haben, dass man die
"Basis" nicht vernachlässigen darf.
Meine Wünsche an eine zweite Auflage:
Auf den Bildern verhält sich der passive "Partner" genau so: Viel zu passiv. Im Kampf bleibt keiner ohne Abwehr stehen, hier könnte man versuchen ein wenig mehr Agilität zu vermitteln.
"Taktik, Kampfgeist und Psychologie" verlangt nach mehr, hier sollte nachgefasst werden.
Das Buch Shotokan Karate Kumite von
Joachim Grupp ist erschienen im Verlag:
Meyer & Meyer Sport es ist im
Internet-Buchhandel ,
über die ISBN bei jedem Buchhändler oder direkt beim Verlag zu
bestellen. Shotokan Karate - Kumite
ISBN-10: 3898995194 ISBN-13: 978-3898995191 |
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Aktualisiert am Mittwoch, 14. Juli 2010 16:06 |
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Buchvorstellungen |
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Empfehlungen werden berücksichtigt Sie sind selber Autor, interessierter Leser, Verleger -
Anregungen und Hinweise auf neue, besondere Bücher aus dem Karate und
Budo Umfeld sind erwünscht. Kontakt aufnehmen oder eMail senden
Hier sind nur gute Bücher zu finden Diese Einstufung ist natürlich, wie sämtliche Rezensionen, perönliche Meinung, Jedes hier vorgestellte Buch habe ich persönlich gelesen und stellt zu seinem Erscheinungs- termin etwas besonderes dar. Schlechte Beurteilungen sind hier nicht zu finden, da die Seite das Prinzio der "Empfehlung" verfolgt. Ein gutes Buch fehlt in der Liste? Das ist gut möglich, nicht jedes Buch findet den Weg hierhin und Bücher die nicht enthalten sind, müssen nicht zwangsläufig schlecht sein.
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