Kokugi - Nationalsport

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Shotokan Karate als Breitensport

Ende der fünfziger Jahre hat Karate seinen Weg nach Deutschland gefunden.

Wie andere japanische Künste und Budo Stilrichtungen hat auch Karate nur zum Teil dem Verständnis von Kultur und Sport der damaligen Zeit entsprochen.

Per Definition zählt Karate auch heute nicht zum Breitensport. So wird in den Medien im besonderen über die traditionellen Stilrichtungen nur wenig berichtet.

Für den Laien ist es häufig sehr schwer, z. B. Shotokan Karate von anderen Budo Stilrichtungen zu unterscheiden. Wettkämpfe nach traditionellen Regeln sind zudem nicht sehr publikumswirksam und nur der geübte Zuschauer entwickelt ein Verständnis für die Frage:

Worum geht es bei dieser Sportart

Im direkten Vergleich mit Fußball, Tennis oder Handball, lassen sich Sinn und Zweck des traditionellen Shotokan Karate nur schwer vermitteln. Das Ziel ist nicht eindeutig auszumachen, schließlich trainiert man im übertragenen Sinne das Tore schießen, ohne einen Treffer landen zu wollen.

Hollywood

Der Einfluss der amerikanischen Traumfabrik auf das allgemeine Bild über Karate während der 70 er und 80er Jahre ist groß. Aber die Aufmerksamkeit der breiteren Masse auch. Langsam entwickelt sich eine Vereinslandschaft und erste Dachorganisationen werden gegründet.

Livestyle und Living

Mit asiatischer Kultur, Architektur, mit Feng Shui, Sushi und aufwendigen Filmproduktionen beginnt für Karate eine neue Ära. Living und Lifestyle, der Wunsch nach Fitness und geistigem Ausgleich machen Karate zunehmend interessanter und es überzeugt immer mehr Menschen mit seiner außergewöhnlichen Verbindung von Aktivität und Ruhe, kraftvoller Energie und Weichheit, explosiver Kraft und Harmonie.

Schule, Freizeit, Abendkurs

Shotokan Karate ist heute fester Bestandteil des alltäglichen Sportgeschehens. Es hat den Weg in die Schulen, Abendkurse und auf die Stadtfeste gefunden. Die Zahl der Vereinsmitglieder ist groß und die Bemühungen die etwas undurchsichtige Organisation zu optimieren sind in vollem Gange.

Noch ein kleines Stück

Shotokan Karate hat auch in Deutschland schon Tradition. Gelingt es in den nächsten Jahren die ursprünglichen Merkmale zu erhalten und mit den zeitgemäßen Ansprüchen unserer Gesellschaft sinnvoll zu verknüpfen wird es seinen Weg fortsetzen und immer mehr zu einer Freizeitbeschäftigung für die breite Masse werden.

... macht seit 1995 traditionelles Shotokan Karate und schreibt hier seit 2002 über Karate, notiert Grundlageninformationen (um sie nicht zu vergessen), dokumentiert Ideen und greift Fragen zu Karate und Kampfkunst auf.

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Andreas Sturm
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